Ein altes Haus, das in keinem guten Zustand ist

Ein Haus
mit Geschichte

Im Sommer 2009 haben wir die kleine Landwirtschaft vulgo Amtmann am Fuße vom Kranachberg erworben. Trotz des verwilderten Zustandes der Hofstelle haben wir uns in den Charme des Ortes und die sonnige Einzellage verliebt und uns mit Eifer an die Planung und den Wiederaufbau gemacht.

Wie alles begann …

Im März 2011 haben wir mit der Wiedererrichtung der Gebäude begonnen.
Es war uns ein Anliegen, die alte Hofstelle mit viel Liebe zum Detail zu revitalisieren und ihr ihren ehemaligen Charakter wieder zu geben.

Unser Ziel war es zudem, die kleine Landwirtschaft zu betreiben und zu einem lebensfähigen Betrieb aufzubauen. Deshalb haben wir uns auf die Suche nach neuen Bewirtschaftungs­möglichkeiten begeben. Da wir uns für Blumen, Kräutern und Bäume begeistern, sind wir dann auf Rosen, Lavendel, Minzen und Wildobst gekommen, um daraus innovative kulinarische Produkte zu erzeugen.

Im Frühjahr 2010 haben wir die ersten Rosen gepflanzt, 2011 folgten weitere, so dass wir nun auf einer Fläche von einem halben Hektar ca. 700 Rosenstöcke kultivieren. Gepflanzt wurden ausschließlich Duft-Rosen, auch die Bulgarische Ölrose, da diese einen wahrhaft betörenden Duft verströmt.

Auf einer alten Streuobstwiese unter dem Bauernhaus wurde im selben Jahr ein großer Naturgarten angelegt, in dem nun unzählige Kräuter, Stauden und Wildgehölze wachsen. Im Frühjahr 2012 sind am Südhang hinter unserem Hof weitere 1000 Lavendelstöcke dazu gekommen – ein wunderbarer Anblick zur Blütezeit, und vor allem äußerst beliebt bei Bienen, Hummeln und Schmetterlingen.

Im Sommer 2012 eröffneten wir unseren Genussladen, in dem wir unsere Delikatessen sowie ausgesuchte Spezialitäten anderer Naturpark-Betriebe zum Verkauf anbieten.
Ein kleines Hofcafé rundet unser Angebot ab. Im mit Lavendel und Rosen bepflanzten Innenhof oder in gemütlichen Platzerl im Genussladen werden unsere Gäste mit selbst gemachten Mehlspeisen und einer gute Tasse Kaffee verwöhnt.

Im Jahr 2019 haben wir das alte Presshaus zu einer Schöpfungskapelle umgestaltet. Ein weiterer, wunderbarer Ort auf unserem Betrieb, der zum Innehalten und zur Ruhe kommen einlädt.

Da auf einer Landwirtschaft nie genug Platz für diverse Geräte usw. ist, errichteten wir im Winter 2023/24 ein weiteres Gebäude, gut integriert direkt in den Hang hinter unserer Wirtschaft. Wir nutzen dieses Gebäude als Lager und Werkstätte, zum Schnapsbrennen und Verarbeiten.

Im Zuge eines Biodiversitäts­projektes errichteten wir 2025 unsere “Himmels­stiege”: 100 Stufen, die aus dem Garten kommend den Hang hinaufführen und bei einer Schaukel unter einer Baumgruppe enden. Die Stufen wurden mit Stauden und breiten Hecken eingefasst, wo auch verschiedene Vogelkästen für Wiedehopf und Spechtarten aufgestellt wurden.

Der Lavendelhang wurde ebenso umgestaltet und terrassiert. Auf geschlichteten, rötlichen Natursteinmauern – ideal für Eidechsen und Schlangen – wächst nun wieder Lavendel – ein herrlich mediterraner Anblick, der nicht nur uns erfreut, sondern auch verschiedenste Insekten und Schmetterlinge anlocken soll.

Ebenfalls seit 2025 bewirtschaften wir einen kleinen Weingarten, weshalb wir Gäste und Besucher nun unseren eigenen Wein einschenken können.

Und was nun?

Vieles haben wir bereits geschaffen, trotzdem gehen uns die Ideen und Projekte nicht aus.

Wir sind mit vollem Einsatz und Engagement dabei, unsere Pläne umzusetzen. So freuen wir uns darauf, Sie auch in der nächsten Zeit mit immer neuen Produkten zu überraschen und Sie in unserem Genussladen, im Hofcafé und im Naturgarten begrüßen zu dürfen

Warum heißt es bei euch jetzt
“Die Amtmann”?

Das ist wohl die häufigste Frage, die uns unsere Gäste und Besucher stellen. Die Antwort ist für Einheimische ganz einfach: „Amtmann“ ist der Vulgoname bzw. Hausname unseres Hofes. Früher, und teilweise auch heute noch, war es üblich, die Besitzer einer Landwirtschaft mit dem Vulgonamen anzusprechen. Die Schreibnamen waren oft nicht einmal bekannt und eigentlich ziemlich nebensächlich.

Die Vorbesitzerin unserer Landwirtschaft war eine Frau, die allen Gamlitzerinnen und Gamlitzern eigentlich nur als „die Amtmann“ bekannt war. Immer mit einem alten Fahrrad –vollbepackt mit Taschen – unterwegs, war sie so etwas wie eine Kranachberger Institution. Deshalb haben wir beschlossen, sie auf unserem Logo und Etikett weiterleben zu lassen.

Ein altes, rostiges Fahrrad
Rostiges Fahrrad in Detailaufnahme